Jetzt habe ich lange nichts mehr geschrieben, aber das Training haben wir weiterhin durchgeführt, immer unterstützt durch den Kindergarten. Dort wird nach wie vor der sprachliche Teil mit dem Mikrofon durchgeführt.

Im Cochlea Implant Centrum Schleswig

Im Cochlea Implant Centrum Schleswig

In der Reha war man sehr beeindruckt von den Fortschritten und das Trainingsgerät von Audiva wurde auch interessiert getestet. Es wird erwogen, dieses eventuell auch in die Therapien miteinzubeziehen.

http://www.hno.uni-kiel.de/hno/CochlearImplantZentrum.php

Konkret kann ich sagen, daß mein Sohn jetzt anfängt, Grammatik in seinen Sätzen zu benutzen (vorher waren es nur aneinandergereihte Hauptwörter und Verben). Plötzlich tauchen auch Hilfsverben, Präpositionen und Zeitwörter auf, wodurch er auch das Konzept von Vergangenheit und Zukunft überhaupt erst zu erfassen scheint. Zeitgleich wie seine kleine Schwester, die auch gerade lernt, zwischen gestern und morgen zu unterscheiden.

Sie ist meine Kontrollinstanz, durch sie merke ich, daß er diese Unterschiede schon vor zwei Jahren hätte machen können, wenn ihm die Sprache nicht gefehlt hätte.

Unsere Fähigkeit zu sprechen, scheint einen enormen Einfluß darauf zu haben, wie wir die Welt wahrnehmen und wie wir die Welt strukturieren. Mir ist auch aufgefallen, daß seine Interessen denen meiner Tochter sehr änhlich sind.

Erst jetzt, mit einer komplexeren Sprache, beginnt er sich für Abstraktes zu interessieren. Und er beginnt, die Zeit einzuteilen in Erlebtes und Kommendes. Er will jetzt auf dem Kalender sehen, wie oft er noch schlafen muß, bis wir die Oma besuchen oder wann wir am Strand waren.

Seine Aussprache verstehe ich jetzt meistens, stelle aber fest, daß Leute, die ihn nicht so gut kennen, damit noch Probleme haben. Ich hoffe, es gibt noch mal einen Schub, wenn er lesen lernt. Aber es geht voran. Er weiß jetzt immerhin, daß es ein „F“ gibt, auch wenn er es noch nicht aussprechen kann. Er übt es jetzt ganz bewußt!

Solange wir keine gemeinsame Sprache hatten, die über das Hier und Jetzt hinausgeht, hatte ich keine Ahnung, was in seinem Kopf vorgeht. Er war auch frustriert, wenn er manchmal versucht hatte, mir irgendetwas zu erzählen und ich ihn einfach nicht verstehen konnte. Hoffentlich hat er noch Lust, mir zu erzählen, was ihn beschäftigt, wenn er sich dann endlich auch ausdrücken kann!

Ich freue mich schon darauf, mich endlich wirklich mit ihm unterhalten zu können!

Juhu, seit Anfang dieser Woche sind wir wieder in Schwung gekommen, dank des Kindergartens.

Ich hatte schon während der Musiktherapie dem Kindergarten davon erzählt und um Unterstützung gebeten. Ab Woche 7, wenn mittags die Sprachtherapie dazukommt, bin ich auf Hilfe angewiesen, da mein Sohn ganztags in den Kindergarten geht.

Wir haben ja ein bisschen geschwächelt mit der Durchführung seit wir etwas aus dem Tritt gekommen waren und hatten das Musiktraining nur noch sporadisch durchgeführt.

Aber am Montag wurde ich von der Kindergärtnerin auf das Training angesprochen mit der Frage, wie das denn jetzt im Kindergarten durchgeführt werden sollte. Ich habe daraufhin sofort das Gerät und die Übungsmaterialien geholt und alles erklärt und seitdem wird der sprachliche Teil (Phase B) im Kindergarten durchgeführt.

Das hat mir Auftrieb gegeben und seitdem haben wir auch das Musiktraining wieder regelmäßig durchgeführt. Manchmal braucht man eben einen kleinen Schubs!

Das Sprachtraining findet mein Sohn spannend, weil er jetzt in ein Mikrophon sprechen darf. Die Erzieherin liest etwas vor oder erzählt etwas und stellt Fragen. Die Antworten darf mein Sohn dann auch ins Mikrophon sprechen.

Das Gerät bringt dabei die höheren Frequenzen mehr heraus, so dass sie leichter gehört und verstanden werden können. Dadurch kann mein Sohn zum Beispiel ein F besser hören. Damit hat er nämlich besondere Schwierigkeiten.

Das Material gefällt ihm auch super; es sind nämlich zwei Petterson und Findus Bücher dabei. Mit dem Ordner „Holtadipolta“ sind wir noch nicht angefangen, aber dieser wird zum Einsatz kommen, sobald sich die Erzieherin darin eingelesen hat. Sie muß schließlich die geeigneten Übungen aussuchen.

Material für das Sprachtraining für Vorschulkinder

Material für das Sprachtraining für Vorschulkinder

Nächste Woche sind wir in der Reha im CI-Zentrum. Dahin werden wir auch alles mitnehmen. Ich bin gespannt, was die Therapeuten dort zu dem Audiva Hörtraining sagen.

Buch für das Sprachtraining mit Hörbuch CD (langsam gesprochen)

Buch für das Sprachtraining mit Hörbuch CD (langsam gesprochen)

Jetzt macht es wieder Spaß!!!

Der Hörwahrnehmungstrainer bewegt die Töne der Musik oder Sprache zwischen den Gehirnhälften hin- und her. Dadurch wird das Gehirn angeregt, neue Verknüpfungen zu bilden, ähnlich wie bei Gymnastikübungen mit kreuzweisen Bewegungen. Außerdem werden gewisse Frequenzen verstärkt, die sonst schwerer zu hören sind. Menschen, die nicht so gut hören, haben oft Schwierigkeiten mit den hohen Frequenzen. Diese werden hier besonders hervorgehoben.

Dieses Training hilft auch bei ADHS und ähnlichen Störungen, weil der Grund für solche Störungen in unzureichenden Verknüpfungen im Gehirn zu suchen ist.  Allerdings hebe ich hier keine Erfahrungen, weil unser Problem das Hören und Sprechen ist.

So sieht der Hörwahrnehmungstrainer aus

So sieht der Hörwahrnehmungstrainer aus

Der HWT Home (hellgrau, im Vordergrund) ist ein Hörwahrnehmungstrainer für zuhause. Die Programme sind so einfach gestaltet, dass jeder damit umgehen kann. Fast alles funktioniert automatisch. Man kann das Level und die Länge des Trainings einstellen.

Als Zubehör braucht man einen CD-Spieler (das dunklere im Hintergrund) und einen guten Kopfhörer. Der Kopfhörer im Bild ist speziell für Kinder, superleicht und auf die kleinere Kopfgröße einstellbar.

Außerdem braucht man noch ein Mikrofon, wenn man den Trainer auch für Sprachtraining  einsetzen will.

Der HWT Home hebt bestimmte Frequenzen heraus, so dass bestimmte Buchstaben, die sonst schwer zu hören sind, besser hervortreten. Besonders schwierig zu hören sind zum Beispiel “ f “ und „sch“. Mein Sohn kann das “ f “ auch noch nicht aussprechen, aber er hat jetzt durch das Training gemerkt, dass es diesen Laut überhaupt gibt.

Sitz des Kopfhörers über der CI-Spule

Sitz des Kopfhörers über der CI-Spule

Der Kopfhörer sitzt bei meinem Sohn schräg auf dem Kopf, weil er ja nicht über die Ohrmuschlen hört, sondern über die Spule, die schräg nach oben hinter dem Ohr auf dem Kopf sitzt (mit einem Magneten). Auf der anderen Seite sitzt der Hörer über dem Mikrofon des Hörgerätes. Hier hat er den Hörer sogar falsch herum auf, denn die rote Markierung gehört auf das rechte Ohr. Rechts ist ein bißchen lauter eingestellt, weil er auf dem Hörgeräte-Ohr nicht so gut hört, wie auf der CI-Seite. Der Kopfhörer lässt Geräusche von außen durch, so dass man ihm vorlesen kann oder mit ihm spielen und reden, obwohl er dabei Musik hört.

Ich schäme mich, das hier zuzugeben, aber letzte Woche haben wir nur sporadisch das Hörtraining durchgeführt und diese Woche ist es auch nicht viel besser geworden.

Das kam so:

Wir mußten zur jährlichen Untersuchung in die Klinik in Kiel. Da wir inzwischen in die Nähe von Mainz gezogen sind, ist das mit einigem Aufwand verbunden. Wir fahren 7 Stunden Zug, übernachten bei meiner Mutter, fahren nach Kiel, übernachten wieder bei meiner Mutter und fahren wieder zurück.

Ich habe tapfer alles eingepackt und auf der Hinfahrt im Zug haben wir auch das Training durchgeführt.

Abends bei Oma haben wir auch noch gehört und morgens dann ebenfalls. Dann sind wir in die Klinik und es dauerte den ganzen Tag. Auf dem Rückweg war dann die Hörgerätebatterie alle!

Ich hab soviel Zeugs eingepackt, aber an die blöden kleinen Batterien für das Hörgerät habe ich nicht gedacht!

Da bei dem Training die Töne immer zwischen den Ohren hin und herbewegt werden sollen, macht es nicht viel Sinn, wenn ein Ohr nichts hört.

Natürlich hätten wir das Training einfach trotzdem durchführen sollen, um die Routine nicht zu durchbrechen. Aber mein Sohn war müde und ich hatte auch keine große Lust, ihn zu zwingen.

Merkwürdig – wenn man einmal aus der Routine ausbricht, ist die Versuchung groß, es auch beim nächsten Mal ausfallen zu lassen. Als Entschuldigung diente ja die fehlende Batterie.

Seitdem haben wir den Rythmus nicht wieder gefunden. Ich muß auch immer öfter abends arbeiten und bin dann morgens müde. Ausreden, ich weiß!

Wir müssen wohl nächste Woche einen neuen Anlauf nehmen und mit der zweiten Hälfte des Trainings von vorn anfangen. Es wäre schade, jetzt abzubrechen, schließlich hat er ja so gute Fortschritte gemacht!

Also, auf ein Neues!

Woche 7, die zweite!

Jetzt sind wir beim Musikhören also bei Level 6 angekommen.

Heute morgen hat mein Sohn versucht, mich mit dem Gerät zu ärgern. Er weiß, daß ich viel Wert darauf lege, daß er hört. Also spielt er an den Knöpfen rum und zieht das Hörgerät raus und provoziert mich mit Absicht. Da hab ich ihm alles abgenommen und das Gerät ausgestellt und ihn in sein Bett verfrachtet.

Als er einige Minuten später wieder in die Küche kam, hat er sich alles wieder angestellt und dann brav gehört. Wer sagt’s denn, bloß nicht erpressen lassen!

Nur weil mir das Hörtraining wichtig ist, lasse ich mich damit nicht manipulieren. Ich hätte es in Kauf genommen, daß er gar nicht mehr hört an dem Morgen.

Mittags hat er auch im Kindergarten Sprachtraining gemacht und war am Nachmittag noch in der Logopädie!

Ganz schön viel für einen Tag. Dafür haben wir am Abend das Hörtraining dann ausfallen lassen. Man muß es ja auch nicht übertreiben.

Die Logopädin war ganz Begeistert von seinen Fortschritten und macht auch das Audiva Hörtraining dafür verantwortlich. Vor allen Dingen die Aussprache und die Mitarbeit haben sich stark verbessert!

Es geht vorwärts!

Seine Sicht der Dinge - mein Sohn fotografiert sich selbst

Wir sind jetzt bei Level 5 der Musiktherapie. Mein Sohn hört inzwischen freiwillig und mag es auch.

Heute hatten wir Elterngespräch im Kindergarten und alle waren sich einig, dass Lauri zur Zeit enorme Fortschritte macht. Er spricht willig nach und versucht seine Aussprachezu korrigieren. Auch scheint er viel ausgeglichener zu sein.

Ich habe jetzt eineinhalb Wochen nichts geschrieben, weil ich nicht dazu gekommen bin. Jedenfalls hat mein Sohn an einem Morgen am Wochenende alles ganz alleine eingeschaltet und hat sein Hörprogramm durchgezogen. Leider hatte er das Hörgerät nicht drin und hat deshalb nur über das CI gehört. Ich weiß nicht, ob das Training dann noch diese gewünschte Wirkung hat, weil es ja darum geht, neue Verknüpfungen zwischen den Gehirnhälften aufzubauen und die Musik deshalb zwischen den Ohren hin- und herbewegt wird. Das geht wohl nicht, wenn ein Ohr nichts hört. Aber ich wollte ihm nicht den Spaß verderben, denn er wollte mir wohl eine Freude machen, und habe nichts über das fehlende Hörgerät gesagt.

Wir machen das Musikhören jetzt meistens beim Frühstück und Abendbrot. Wenn er fertig ist mit Essen, gebe ich ihm was zum Malen oder Lego bis das Programm zuende ist. Es scheint ihm zu gefallen. Jedenfalls hat er nichts dagegen.

Insgesamt 7 mal haben wir es während der letzten Wochen nicht geschafft, abends zu hören. Schlecht, aber so schlimm ist es auch nicht. Man kann nicht immer perfekt sein! Es ist trotzdem zu einer Routine und einem Ritual geworden und ich sehe gute Chancen, dass wir den Rest auch noch schaffen.

Ab Woche 7 muss er dann auch mittags immer Sprachtherapie machen.

Ob wir das auch hinkriegen?

Heute morgen haben wir jetzt auf Level 4 das Musiktraining durchgeführt, 30 Minuten, während des Frühstücks.

Dann das Gerät mit in den Kindergarten genommen, um das Sprachtraining, das ja nun mal angefangen wurde, weiterzuführen. Da wurde aber wohl nichts draus, wenn ich meinen Sohn richtig verstanden habe, war er aus irgendeinem Grund bockig. Schade, dass er mir immer noch nicht wirklich erzählen kann, was in ihm vorgeht! Dafür reichen Wortschatz, Grammatik und Aussprache einfach noch nicht. Er hat erzählt, er war sauer, aber warum konnte ich nicht rauskriegen. Egal, das ist ja eigentlich eh noch zu früh mit dem Sprachtraining.

Dann nachmittags zur Logopädin: dort hat er so gut mitgemacht, wie noch nie und sich bei der Aussprache die allergrößte Mühe gegeben! Die Logopädin war begeistert!

Schade, dass man nicht sicher sagen kann, ob das etwas mit dem Audiva-Hörtraining zusammenhängt, aber die Entwicklung ist auffällig positiv!

Unsere liebe Logopädin hat sich übrigens die Mühe gemacht, bei anderen Logopäden nachzufragen, ob diese Erfahrung mit dem Audiva Training hätten und zwei sehr positive Rückmeldungen erhalten. Das hat mich sehr gefreut! Sie will eventuell anregen, ob ein solches Gerät für die Praxis angeschafft werden könnte.

Abends habe ich mich doch noch aufgerafft, das Musiktraining mit meinem Sohn durchzuführen, obwohl die Versuchung groß war, zu sagen, er hätte heute schon genug Training gehabt. Das hat er sicher, aber es ist gefährlich, die Routine zu durchbrechen, weil man es dann leicht öfter mal weglässt. Gründe und Ausreden gibt es genug!

Es ist ja nicht nur das Kind, das überredet werden muss. Selber ist man ja auch mal faul!

Jedenfalls haben wir dabei mit Lego gebaut, da war eine halbe Stunde im Nu vorbei (hätte locker noch länger sein können, er hatte jedenfalls keine Lust danach aufzuhören und ins Bett zu gehen).

Ob ich das 12 Wochen konsequent durchhalte! Leider ist keiner da, der mich dabei unterstützt!

Gestern und heute waren wir ein bißchen faul. Gestern morgens mit ach und krach 30 Minuten Musik und heute erst am Nachmittag 30 Minuten Musiktraining.

Das Wetter war einfach zu schön und die Kinder wollten schon vor dem Frühstück raus.

Leider war ich auch ein bißchen faul und habe nicht hart genug auf die Einhaltung des Trainings gepocht (oh oh, hoffentlich reißt das nicht ein!).

Immerhin haben wir das Minimum von 30 Minuten pro Tag eingehalten.

Morgen sind wir dann bei Level 4!

Gelobe Besserung!

Eigentlich soll das Training mit dem Mikrofon ja erst in Woche 7 anfangen.

Da ich das Gerät jetzt aber auch unserer Frühförderung und der Integrationshilfe gezeigt habe, habe ich es heute wieder mit in den Kindergarten genommen und unsere Integrationshilfe hat mit dem Sprachtraining begonnen.

Sie hat meinem Sohn aus einem Buch mit Bildern im Text (so Lückentextmäßig, Bild statt Hauptwort) vorgelesen ins Mikrofon hinein und mein Sohn durfte die Wörter zu den Bildern ins Mikro sprechen.

Das fand er ganz toll!

Logopäden herbei! Soll ich das jetzt so fortführen?

Die letzten drei Tage haben wir das Training zwar durchgeführt, aber es gab ein paar Unregelmäßigkeiten.

Nachdem wir bei der Logopädin das Mikrofon ausprobiert hatten, wollte mein Lohn am nächsten Morgen promt die Geschichten CD hören und nicht die Musik. Hier war ich in der Zwickmühle:  Sollte ich nachgeben, um dem Training keinen negativen Beigeschmack zu geben oder auf dem Musiktraining bestehen?

Ich rief die Audiva-Firma an und geriet zum Glück an eine Frau, die das Problem auch nachvollziehen konnte. Wenn ein Kind erst mal blockiert und sich total verweigert, kann man das Training ganz vergessen.

Man erklärte mir also, wie ich das Gerät einstellen sollte für die Sprache (zeitlicher Ablauf und Level 4) und gab das ok.

Abends hat er dann nur 10 Minuten Musik gehört, dann war er einfach zu müde.

Leider kann mein Sohn nicht wie andere Kinder im Liegen oder sogar im Schlaf das Hörtraining durchführen, weil der Kopfhörer so komisch schräg auf seinem Kopf sitzen muß. Wenn er sich hinlegt, verrutscht das Ganze sofort und das Hörgerät fängt an zu pfeifen.

Kinder ohne Hörschädigung, die nur ihre Wahrnehmung trainieren oder wegen ADHS das Training machen, haben gute Erfolge mit dem Musiktraining im Schlaf, habe ich gehört. Schade, daß das bei uns nicht geht!

Gestern hat er dann wieder ganz normal morgends und abends je 30 Minuten Musiktraining gemacht.  Allerdings erst nach einer heftigen Auseinandersetzung. Dabei ging es gar nicht um das Training, sondern eientlich nur darum, dass er auf gar keinen Fall irgendetwas tun wollte, was Mama zu ihm sagt: nicht anziehen, nicht frühstücken, nicht hören usw.

Deshalb habe ich es diesmal darauf ankommen lassen, denn alles kann ich ihm ja nicht durchgehen lassen! Hinterher war er promt viel friedlicher und hat artig alles gemacht, was er sollte!

Heute morgen hat er auch Musiktraining gemacht, aber am Abend wollte er dann die Geschichten. Das habe ich ihm erlaubt, weil er ja auch die täglich mindestens 30 Minuten Training schon morgens absolviert hatte. Es wurde dann eine Mischung: 15 Minuten Geschichte und 10 Minuten Mozart.

Am Tag hatte ich außerdem das Gerät in den Kindergarten gebracht, weil seine Frühförderung und seine Integrationshilfe das Training kennenlernen wollten. Wir haben ohne CD gearbeitet und Texte aus einem Buch über das Mikrofon vorgelesen. Er durfte selbst die Bilder erklären und dabei in das Mikro sprechen. Das fand er ganz toll und er gab sich auch wirklich Mühe, alles so deutlich wie möglich nachzusprechen!

Das war ein toller Erfolg!

Ich war erstaunt, denn noch vor wenigen Monaten hatte er jede Korrektur als Beleidigung aufgefasst und nicht kooperiert. Jetzt war er im Gegenteil sehr geduldig und versuchte es sogar mehrmals, wenn er ein Wort nicht gleich richtig sprechen konnte.

Wir haben dann auch alle den Kopfhörer aufgesetzt und mal gehört, wie sich das anhört. Die scharfen Laute waren viel deutlicher zu hören als beim normalen Sprechen. Die Frühförderung bescheinigte meinem Sohn große Fortschritte, aber wollte sie nicht auf das Training zurückführen. Naja, wie soll man das auch sagen, ob das daher kommt oder ob er nur einen natürlichen Entwicklungssprung gemacht hat.

Ich bin jedenfalls sehr zufrieden!

 

November 2009
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