Ich schäme mich, das hier zuzugeben, aber letzte Woche haben wir nur sporadisch das Hörtraining durchgeführt und diese Woche ist es auch nicht viel besser geworden.

Das kam so:

Wir mußten zur jährlichen Untersuchung in die Klinik in Kiel. Da wir inzwischen in die Nähe von Mainz gezogen sind, ist das mit einigem Aufwand verbunden. Wir fahren 7 Stunden Zug, übernachten bei meiner Mutter, fahren nach Kiel, übernachten wieder bei meiner Mutter und fahren wieder zurück.

Ich habe tapfer alles eingepackt und auf der Hinfahrt im Zug haben wir auch das Training durchgeführt.

Abends bei Oma haben wir auch noch gehört und morgens dann ebenfalls. Dann sind wir in die Klinik und es dauerte den ganzen Tag. Auf dem Rückweg war dann die Hörgerätebatterie alle!

Ich hab soviel Zeugs eingepackt, aber an die blöden kleinen Batterien für das Hörgerät habe ich nicht gedacht!

Da bei dem Training die Töne immer zwischen den Ohren hin und herbewegt werden sollen, macht es nicht viel Sinn, wenn ein Ohr nichts hört.

Natürlich hätten wir das Training einfach trotzdem durchführen sollen, um die Routine nicht zu durchbrechen. Aber mein Sohn war müde und ich hatte auch keine große Lust, ihn zu zwingen.

Merkwürdig – wenn man einmal aus der Routine ausbricht, ist die Versuchung groß, es auch beim nächsten Mal ausfallen zu lassen. Als Entschuldigung diente ja die fehlende Batterie.

Seitdem haben wir den Rythmus nicht wieder gefunden. Ich muß auch immer öfter abends arbeiten und bin dann morgens müde. Ausreden, ich weiß!

Wir müssen wohl nächste Woche einen neuen Anlauf nehmen und mit der zweiten Hälfte des Trainings von vorn anfangen. Es wäre schade, jetzt abzubrechen, schließlich hat er ja so gute Fortschritte gemacht!

Also, auf ein Neues!

Woche 7, die zweite!