Der Hörwahrnehmungstrainer bewegt die Töne der Musik oder Sprache zwischen den Gehirnhälften hin- und her. Dadurch wird das Gehirn angeregt, neue Verknüpfungen zu bilden, ähnlich wie bei Gymnastikübungen mit kreuzweisen Bewegungen. Außerdem werden gewisse Frequenzen verstärkt, die sonst schwerer zu hören sind. Menschen, die nicht so gut hören, haben oft Schwierigkeiten mit den hohen Frequenzen. Diese werden hier besonders hervorgehoben.

Dieses Training hilft auch bei ADHS und ähnlichen Störungen, weil der Grund für solche Störungen in unzureichenden Verknüpfungen im Gehirn zu suchen ist.  Allerdings hebe ich hier keine Erfahrungen, weil unser Problem das Hören und Sprechen ist.

So sieht der Hörwahrnehmungstrainer aus

So sieht der Hörwahrnehmungstrainer aus

Der HWT Home (hellgrau, im Vordergrund) ist ein Hörwahrnehmungstrainer für zuhause. Die Programme sind so einfach gestaltet, dass jeder damit umgehen kann. Fast alles funktioniert automatisch. Man kann das Level und die Länge des Trainings einstellen.

Als Zubehör braucht man einen CD-Spieler (das dunklere im Hintergrund) und einen guten Kopfhörer. Der Kopfhörer im Bild ist speziell für Kinder, superleicht und auf die kleinere Kopfgröße einstellbar.

Außerdem braucht man noch ein Mikrofon, wenn man den Trainer auch für Sprachtraining  einsetzen will.

Der HWT Home hebt bestimmte Frequenzen heraus, so dass bestimmte Buchstaben, die sonst schwer zu hören sind, besser hervortreten. Besonders schwierig zu hören sind zum Beispiel “ f “ und „sch“. Mein Sohn kann das “ f “ auch noch nicht aussprechen, aber er hat jetzt durch das Training gemerkt, dass es diesen Laut überhaupt gibt.

Sitz des Kopfhörers über der CI-Spule

Sitz des Kopfhörers über der CI-Spule

Der Kopfhörer sitzt bei meinem Sohn schräg auf dem Kopf, weil er ja nicht über die Ohrmuschlen hört, sondern über die Spule, die schräg nach oben hinter dem Ohr auf dem Kopf sitzt (mit einem Magneten). Auf der anderen Seite sitzt der Hörer über dem Mikrofon des Hörgerätes. Hier hat er den Hörer sogar falsch herum auf, denn die rote Markierung gehört auf das rechte Ohr. Rechts ist ein bißchen lauter eingestellt, weil er auf dem Hörgeräte-Ohr nicht so gut hört, wie auf der CI-Seite. Der Kopfhörer lässt Geräusche von außen durch, so dass man ihm vorlesen kann oder mit ihm spielen und reden, obwohl er dabei Musik hört.